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22. April 2013

Boston, Bomben, Innenminister und Brechreiz

Heute habe ich in der Zeitung ein Interview mit unserem Innenminister Hans-Peter Friedrich gelesen.

Daher müsse man mit modernsten Mitteln gegen den Terror vorgehen, fordert Friedrich. „Wir müssen auf die Computer und Handys der Verbrecher zugreifen können. Wer dagegen demonstriert, ist nicht mehr von dieser Welt.“ Er müsse da schon etwas grober werden, „sonst lachen sich Kriminelle und Terroristen kaputt“

(aus dem Selber Tageblatt, Ausgabe vom 22.04.2013, Seite 1, Artikel „Friedrich verschärft Kampf gegen den Terror“)

Ich muss zugeben ich habe keine große Angst vor einem Terroranschlag. Ich fühle mich in Deutschland weder bedroht noch unzureichend geschützt.

Sollte ich dennoch einem Anschlag zum Opfer fallen, so hätte ich viel mehr Angst, von einem dahergelaufenen, machthungrigen Mann als Grund benutzt zu werden, einen Überwachungsstaat zu gründen, der die Stasi vor Neid erblassen lassen würde.

Schön zu sehen ist auch wie man innerhalb von ein paar Sätzen vom Kampf gegen den Terror auf allgemein Kriminelle kommen kann – ein Ausblick was passieren würde. Die neue Ermittlungswaffe gegen den Terror wird schnell dazu benutzt um den Aufenthaltsort jedes Parksünders zu bestimmen.

 

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